Lingling YU während dem Konzert ... 10.01.05 - Bayerischer Rundfunk "Musica Viva"








Association des amis de la musique



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Lingling YU (Pipa)
Pipa Musik: 1, 2, 3
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Neues Projekt mit Pro Helvetia.

Lingling Yu wurde im Süd-Osten Chinas in Hangzhou - dem Ausgangspunkt der Seidenstrasse in der Nähe von Shanghai - geboren. Sie macht ihre ersten Anfänge mit Musik im Alter von acht Jahren. Sie studiert Violine, Erhu und Pipa (die chinesische Laute), und gibt Konzerte. Mit 13 Jahren verschreibt sie sich voll und ganz der Pipa und wird beim Eintrittsexamen zum zentralen chinesischen Konservatorium mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Als talentiertes Kind wird sie zum Thema eines Kino Reports als Teil des Zyklus "Kleine Musik-Genies", sowie anderen Fernsehen- und Pressereporten. Danach tritt sie ins nationale chinesische Konservatorium ein, wo sie das Diploma erlangt.

1985 wird sie zur Dozentin an der Universität Qing Hua, Beijing, ernannt, wo sie bis 1997 unterrichtet. 1988 gewinnt sie in Peking den nationalen Wettbewerb für traditionelle chinesische Musik. Zusammen mit ihrem Lehrer Dehai LIU, dem grössten Meister der Pipa, der auch als ein bedeutender Komponist gilt, reist sie durch China wo sie Pipa spielt und lehrt. Dehai Liu hatte grossen Einfluss auf ihre musikalische Entwicklung. Sie bereist auch die Philippinen, wo sie ebenfalls Pipa lehrt und in verschiedenen Städten Konzerte gibt.

Sie studiert mit anderen bedeutenden Pipa Musikern wie Jieli LUO, Fandi WANG und Weixi SUN, die ihr die Gelegenheit geben, ihr Wissen zu vergrössern, ihr Repertoire mit einer grossen Anzahl Stilen anzureichern und auch ihr eigener Weg zu finden.
Ihr Stil, getragen von einer ausserordentlichen Beherrschung aller Techniken ihres Instrumentes, ist kraftvoll, klar, warm und kreativ, charakterisiert mit Helligkeit und Feinfühligkeit, eine Begegnung zwischen Emotionen und Ausgeglichenheit, was die beiden chinesischen philosophischen Prinzipien des Yin und Yang zusammenführt.

Um die Zusammenhänge zwischen östlicher und europäischer Musik zu erforschen, kommt Sie 1998 in die Schweiz, wo Sie mit Jean Balissat am Konservatorium von Lausanne Orchestration studiert.

Sie gibt regelmässig Konzerte (als Solistin und mit verschiedenen chinesischen, europäischen und Welt-Musik Ensembles) traditioneller und klassischer chinesischer Musik, sowie zeitgenössischer Musik (John Cage, Manuel De Falla, John Adams, György Kurtag, Frangis Ali-Sade, Melissa Hui, Dehai Liu, Dun Tan, Yi Chen, Wenchen Qi, Chaoming Tung, Marc-André Rappaz, Biao Chen, Fernando Garnero, Mahmoud Turkmani, Yu Tao), und improvisiert in der Schweiz (Genf, Lausanne, Zürich, Bern, Basel, St-Moritz, Locarno, Lugano, Luzern, Sitten, Neuenburg, Fribourg, Bulle, Delémont, Martigny, Aigle ...), in anderen europäischen Städten (Paris, Berlin, Bremen, München, Köln, Düsseldorf, Wiehl, Ludwigshafen, Bad Kinssinger, Münster, Innsbruck, Hall, Antwerpen, Genova, Athen...) und ausserhalb Europas. Sie gibt auch Konzerte bei verschiedenen Radios (Radio France - France Musique und France Culture, beim Deutsch-Schweizer Rundfunk, Radio Suisse Romande - Espace 2, Bayerischer Rundfunk...) und beim schweizerischen und marokkanischen Fernsehen. Verschiedene Radio-Sendungen wurden ihr in China, Schweiz, Frankreich, Deutschland und Kanada gewidmet.

1999 erscheint ihre erste CD traditioneller Musik solo "Der Schwan" in der Schweiz.

Seit Oktober 2000 studiert sie Harmonie bei Pierre Studer, Contrepoint bei Kurt Sturzenegger, und Orchestration mit Xavier Dayer, Improvisation bei David Dolan und Marco Ferrari, und besucht Vorlesungen für Komposition bei Nicolas Bolens und Eric Gaudibert am Konservatorium von Genf.

2001 gründet sie das Ensemble ETC. 2003 kommen die Ensembles YET Trio (Improvisation, Pipa, Saxophon, Kontrabass) und das Dragon Ensemble hinzu. Das Rencontre Trio (Pipa, Gitarre, Arabische Laute) und das DaoTrio (Jazz-Improvisation) entstehen 2005. 2007 findet das erste Konzert des Yu-Demenga-Molinari Trios (Pipa, Cello, Klarinette) statt.

LinglingYu betreibt ebenfalls die traditionellen chinesischen Kampfsportarten Tai Ji Quan und Mei Hua Zhuang basierend auf der taoistischen Theorie von Yin und Yang. Im Jahr 2002 hat sie ein Gesundheitszentrum gegründet, das HeYi Centre in Lausanne.

Pressestimmen

"...die elegant-energische Yu Lingling...", ihre Musik mit dem Dragon Ensemble " (...) wie das immer vertrauter und inspirierter zusammen musizierende Ensemble - die Stücke spielt, sprechen diese ganz unmittelbar begeisternd zum Hörer: Mit virtuosen Eskapaden und intimen, innerlichen Schattenklängen, ..."
Reinhard Schulz, Süddeutsche Zeitung, Deutschland, 12.01.2005

"L'interprétation de LinglingYu nous délivre encore un autre message: une harmonisation du temps et de l'espace. ... Encore une fois, elle réussit à nous plonger, sans même que nous nous en rendions compte, dans un univers délicat et fascinant, ..."
Romanus, Magazine Est-Ouest, "Canard Laqué", Paris, 20.02.2004

"In den traditionellen Stücken, die Lingling Yu im ersten Teil des Konzerts spielte, kam der Reichtum an Klängen voll zur Geltung, sei das in den monodischen Stücken, wodie Melodie sich mit allerlei Zittern, Glissandi und Flageolettspiel kunstvoll ornamentiert präsentierte. Hier schimmerte die vorliebe der östlichen Musik für den einzelnen Ton und dessen Farbschattierungen deutlich durch Oder sei es in den Stücken, die eine kämpferisch erregte Simmung verbreiten, Akkorde werden hier wild vibrierend angeschlagen; das Potenzial der Pipa als dramatisches instrument für die chinesische Oper offenbart sich einem unmittelbar. Erstaunlich auch die Spieltechniken, die Lingling Yu perfekt beherscht: gezupft wird nicht nur mit der rechten, sondern auch mit der linken Hand, und durch das einfache Drücken und Loslassen der Saiten werden weitere Abstufungen von Artikulationen hörbar. Interessant zu hören ist, dass Geräuberwischen ganz selbstverständlich Teil der traditionellen Musik sind. Auch tänzerische Anklänge finden sich in dieser Musik bis hin zu Verwandtschaften mit Flamenco."
Christina Omlin, Solothurner Zeitung, Schweiz, 25.01.2002

"Chaque fluctuation du corps semble prendre part à l'événement. Une gestuelle féline... L'instrument est utilisé dans son spectre le plus large. Lingling Yu manifeste une virtuosité qui n'excut aucun sentiment. Elle incarne une tradition que l'on croyait cérébrale et qui se révèle définitivement sensuelle".
Arnaud Robert, Le Temps, Schweiz, 11.12.1999

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